Semantik

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Was ist Semantik und was bedeutet "semantisch"?

Einfache Definition und Praxisbeispiele

Im Jahr 2013 revolutionierte Google einmal mehr das Internet und führte mit dem Hummingbird-Update die semantische Suche ein. Dieses Konzept, das auf Prinzipien der Linguistik basiert, veränderte maßgeblich die User Experience und gleichsam die Anforderungen an Maßnahmen zur Suchmaschinenoptimierung.

Semantik einfach erklärt

Was ist Semantik? Der Begriff leitet sich von dem altgriechischen Wort σημαίνειν sēmaínein, zu Deutsch „ein Zeichen geben“ oder „bezeichnen“, ab und beschreibt die Bedeutungslehre. Semantik bezeichnet die Wissenschaft der Bedeutung von Zeichen, beispielsweise von Worten, Sätzen oder Teilen derselbigen. Als Teildisziplin ist die Semantik der Linguistik zuzuordnen.

Syntax, Semantik und Pragmatik – Drei Dimensionen von Zeichensystemen

Um Informationen darzustellen, werden in jeder Sprache Zeichen beziehungsweise Zeichensysteme genutzt, die sich in drei Aspekte unterteilen lassen. Die Syntax umfasst die Regeln zur Bildung von Sprachkonstrukten und stellt die Beziehung zwischen den Zeichen dar.

Ein Beispiel: Beginnt ein Satz mit „Ich“ und soll als Nächstes das Verb „sein“ folgen, dann muss dies gemäß der Regeln als „bin“ konjugiert werden. Selbst wenn sie nicht vollends berücksichtigt wird und Sprachkonstrukte nicht korrekt gebildet wurden, sind Menschen in der Lage, sie zu verstehen.

Die Semantik stellt die Beziehung zwischen den Zeichen und deren Bedeutung her. Sie prüft auch, ob es sich um wahrheitsgetreue Aussagen kann. Selbst wenn der Satz „Der glühende Schnell rollt den Berg hinauf“ rein grammatikalisch und syntaktisch korrekt ist, wird er semantisch von den meisten Personen dennoch als sinnfrei eingestuft werden.

Im Umkehrschluss: Oftmals hilft bei nicht korrekter Syntax die Semantik, die Information dennoch zu verstehen. Die Pragmatik untersucht das Verhältnis zwischen den Zeichen und dem Benutzer, sozusagen zwischen der Sprache und dem Sprecher. So weist beispielsweise die Verwendung der Höflichkeitsformen „Du“ oder „Sie“ auf die Beziehungen zwischen beiden Konversationspartnern hin.

Semantik: Definition und Beispiele für semantisch

Semantische Suchmaschinenoptimierung und ihre Bedeutung

Allen voran dank Google kommt seit 2013 der Semantik in der Informatik eine enorme Bedeutung zu. Kurz gesagt: Die Internet-Suchmaschine funktioniert nun semantisch. Was bedeutet „semantisch“ in diesem Kontext? Während früher noch die Quantität der verwendeten Keywords für eine möglichst populäre Position in den Suchergebnissen relevant waren, liegt der Fokus nun auf der Qualität.

Dem Nutzerverhalten sowie der genauen Bedeutung von Suchanfragen und der Themenrelevanz kommt nun ein erheblicher Wert zu, die Suchergebnisse sind somit individuell und personalisiert. Somit ist die semantische Suchmaschinenoptimierung zwar weitaus komplexer als ihr Vorgänger, weiß man aber ihre Prinzipien zu nutzen, ebnet dies den Weg für ein erfolgreiches Online Marketing.

Semantisches SEO: Entitäten & Knowledge Graph

Was heißt semantische Suchmaschinenoptimierung überhaupt? Um diese Frage beantworten zu können, gilt es vorab, Grundbegriffe der Suchmaschinenoptimierung in Verbindung mit der Semantik zu erläutern.

Entitäten sind beispielsweise Personen, Unternehmen, Staaten, Fußball-Klubs oder Rezepte im Internet, denen reale Entitäten aus „dem wirklichen Leben“ zu Grunde liegen. Ihre Umgebung wird als Ontologie bezeichnet, die sich – wie auch die Entitäten selbst – über ihre Eigenschaften definieren.

Übertragen auf Suchmaschinen steht eine Entität für einen kompletten semantischen Raum. Für eine erfolgreiche Suchmaschinenoptimierung, die dementsprechend auf der Identifikation eines Unternehmens, eines Online-Shops oder einer Marke als Entität basiert, ist das Branding von entscheidender Bedeutung. Um den gesamten semantischen Raum inhaltlich abdecken zu können, ist themenrelevanter, qualitativ hochwertiger, einheitlicher und strukturierter Content, der den Seitenbesuchern einen echten Mehrwert bietet, maßgeblich.

Das zusätzliche Betreiben von Social-Media-Profilen sowie Einträge in Branchenverzeichnisse suggerieren Google zudem Vertrauenswürdigkeit und Autorität. Entitäten werden in Knowledge-Graphs nach thematischen Kontext als Wissensdatenbank strukturiert zusammengefasst und zueinander in Beziehungen gesetzt. Die elementaren Bestandteile eines jeden Graphen, nämlich Knoten und Kanten, entsprechen in diesem Fall den Entitäten und ihren Verhältnissen zueinender.

Entität Definition - Was ist eine Entität und welche Bedeutung haben Entities für semantische Räume in der Suchmaschinenoptimierung?

Analyse der Beziehung zwischen Entitäten

Die Entitäten „Frankreich“ und „Paris“ werden beispielsweise mit „Hauptstadt (von)“ in Beziehung gesetzt. Stellt ein Nutzer Google nun die explizite Frage „Was ist die Hauptstadt von Frankreich?“ oder sucht kurzerhand nach „Hauptstadt Frankreich“, so wird eine Informations-Box mit sämtlichen Informationen wie Einwohnerzahl und Gründungsdatum zur Stadt Paris angezeigt werden, ohne dass ihr Name in der Suchanfrage überhaupt vorgekommen ist.

Die entsprechenden Informationen stammen oftmals von Wikipedia. Abgesehen von elementaren Daten und Bildern werden stets auch themenverwandte Informationen bereitgestellt. Sucht man beispielsweise nach der Rock-Band „AC/DC“ werden neben ihren Musiktiteln und Alben auch Gruppen des selben Genres, unter anderem „Kiss“ aufgelistet.

Google erkennt also die Beziehungen zwischen Entitäten und liefert sowohl Informationen zur gesuchten Musikgruppe als auch weiterführende Informationen. Dadurch wird gewährleistet, dass Nutzer möglichst schnell die Antworten auf ihre Fragen finden können. Bezieht man dieses Prinzip auf Unternehmen und sucht zum Beispiel nach „Adidas Herzogenaurach“ erscheint eine vergleichbare Informations-Box, in der unter anderem die Adresse, Telefonnummer und auch Rezensionen angezeigt werden.

Dies ermöglicht Interessierten, praktisch und zeitsparend noch in den Suchergebnissen bei dem gesuchten Unternehmen anzurufen. Die Angabe von aktuellen Kontaktdaten sowie auch die gelegentliche subtile Bitte an Kunden, das Unternehmen positiv zu bewerten, können zum Erfolg deines Online Marketings beitragen. Die semantischen Beziehungen teilen sich in vier Dimensionen: Die Suchintention, also was der Nutzer auf Google sucht, der Nutzerkontext, sprich welches „Ereignis“ ihn zu jener Suche animiert, die thematische Relevanz und die inhaltliche Tiefe.

Als Entität erkannt werden

Um von Google als Entität eingestuft werden zu können, sind für eine Marke drei Faktoren von entscheidender Relevanz. Es braucht Autorität, Popularität und Reputation. Autorität erreicht man durch Expertise – Ziel ist es, dem Nutzer hochwertige Produkte, tolle Dienstleistungen oder die perfekten Antworten auf ihre Fragen anzubieten.

Neben der Qualität Deiner angebotenen Ware solltest Du dementsprechend auch auf Content zurückgreifen, der die Besucher Deiner Seite mit relevanten Informationen zum betreffenden Thema füttert. Eine gute Reputation suggeriert potenziellen Kunden die Vertrauenswürdigkeit Deiner Website. Indizien für die Güte Deines Rufs sind exemplarisch die Conversion-Rate, die Anzahl der wiederkehrenden Seitenbesucher sowie die Verweildauer. Die Popularität lässt sich anhand der Klickrate und der Höhe des Suchvolumens nach Deinem Unternehmen messen.

Maßnahmen zur semantischen Suchmaschinenoptimierung

Mit spannenden Inhalten und interessantem Content erhöht sich die User Experience, die Verweildauer, die Seiten pro Aufruf und die Conversion Rate. Zudem profitierst Du von zunehmendem Vertrauen potenzieller Kunden, indem Du in interessanten Texten Dein Fachwissen preisgibst und sie von Deinen Qualitäten überzeugst.

Eine gute Usability in Form einer klar strukturierten Seitennavigation hilft den Besuchern des Weiteren, schnell das von ihnen gesuchte Produkt oder die benötigte Information ausfindig zu machen.

Seitenarchitektur / Seitenstruktur für erfolgreiche Suchmaschinenoptimierung

Um Bezogen auf die Suchmaschine selbst sind Keywords, die sich an den Suchanfragen der Zielgruppe orientieren, ebenso elementar wie aussagekräftige Meta-Informationen. Auch Backlinks sowie interne und externe Verlinkungen sind wichtige Stilmittel im Bereich der semantischen Suchmaschinenoptimierung.

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