Inbound vs. Outbound Marketing: Der Ultimative Vergleich

Inbound vs. Outbound Marketing: Definition, Unterschiede und eine verstÀndliche ErklÀrung
Du wĂ€hlst die 23. Nummer am heutigen Tag und versucht die nĂ€chste Person am Telefon von deinen Produkten oder Dienstleistungen zu ĂŒberzeugen. Allerdings entgegnet dein Anrufer auch dieses Mal nur mit einem kĂŒhlen “Kein Interesse!” — ein typischer Alltag im Outbound Marketing.

Aber was wÀre, wenn du nur noch zum Hörer greifen musst, um die Anrufe potenzieller Kunden entgegenzunehmen, die dich im Internet gefunden haben und nun ihr Interesse an deinem Unternehmen bekunden wollen? Genau das ist wiederum die Regel im Inbound Marketing!

Aber was sind die genauen Unterschiede zwischen Inbound- und Outbound Marketing? Welche Werbeform eignet sich besser fĂŒr dein Unternehmen und welche Vor- und Nachteile bringen beide Formen mit sich? Und vor allem die Frage: Welche Werbeform ist effizienter und am Ende wirklich ihr Geld wert? Genau diese Fragen beantworte ich in diesem Artikel!

Inhaltsverzeichnis

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Der wesentliche Unterschied zwischen Inbound- und Outbound Marketing

WĂ€hrend man beim Outbound Marketing versucht den Kunden zu finden, ist das Ziel einer Inbound Strategie vom Kunden gefunden zu werden.
Entsprechend wird das Inbound Marketing auch als wesentlich kundenfreundlicher und weniger aufdringlich wahrgenommen als Outbound Marketing. Dort liegt der Fokus nĂ€mlich immer darauf die Aufmerksamkeit potenzieller Kunden zu gewinnen — um jeden Preis. 

Man bezeichnet Outbound Marketing daher auch als “Interruption Marketing” (Unterbrechungsmarketing). Im Inbound Marketing qualifiziert man seine Kunden dagegen mit Hilfe mehrwertiger Inhalte und verleitet ihn damit zur eigenstĂ€ndigen Kontaktaufnahme.

Was zunĂ€chst wie ein kleiner und unbedeutender Unterschied klingen mag, hat jedoch weitreichende Auswirkungen auf die EffektivitĂ€t deiner Marketing-BemĂŒhungen, das aufzuwendende Marketingbudget und auch auf die Wahrnehmung deines Unternehmens.

Aber schauen wir uns erstmal an was Inbound- und Outbound Marketing eigentlich genau bedeuten.

Inbound Marketing vs. Outbound Marketing AKA Interruption Marketing

Was ist Inbound Marketing?

Das Inbound Marketing fokussiert sich darauf vom Kunden gefunden zu werden, bzw. sich dort zu positionieren, wo potenzielle Kunden nach einer Lösung oder einem Produkt suchen. 

Daher stammt auch der Name “Inbound” (dt: eingehend) — schließlich kommen die Kunden zu dir und nicht umgekehrt.

Dabei ist die Annahme, dass Kunden, die auf der Suche nach Produkten oder Dienstleistungen sind, sich vor dem Kauf Informationen einholen und eventuell sogar verschiedene Anbieter vergleichen möchten.

Um diese Menschen online zu erreichen und abzuholen, ist es notwendig Inhalte zur jeweiligen Thematik zu publizieren. Folglich sollten diese Inhalte informativ, hilfreich, spannend und unterhaltsam sein. Kurz gesagt: Es muss Mehrwert geliefert werden. 

Der Content (dt: Inhalt) dient also dazu vom Kunden im Internet gefunden zu werden und gleichzeitig Mehrwert zu bieten. Dadurch wird das Vertrauen vom Leser gewonnen und langsam aber sicher eine Beziehung zum Kunden aufgebaut.

Typischerweise werden im Inbound Marketing zusĂ€tzliche Tools genutzt, um den Leser zum Lead (Interessenten) umzuwandeln. Man spricht hier auch von “Lead Magneten”. Damit sind in der Regel kleine gratis Ratgeber gemeint, die auf der Thematik des Artikels aufbauen und dem Leser weiteren Mehrwert liefern.

Inbound Marketing Prozess - Infografik

Content Marketing und Inbound Marketing: Wo ist der Unterschied?

Der SchlĂŒssel zum Erfolg bei einer Inbound Kampagne lautet immer “Content Marketing”. 

Dabei bezeichnet Inbound Marketing grundsĂ€tzlich nur den strategischen Ansatz (Kunden durch QualitĂ€t und Mehrwert ĂŒberzeugen), wĂ€hrend man unter Content Marketing die einzelnen Bestandteile der Strategie zusammenfasst (Textinhalte, Bilder, Videos, Webinare, Landing Pages, Webinare, usw.).

Kurz gesagt: Ohne Content Marketing kein Inbound Marketing!

Der Content selbst hat dabei fĂŒnf Aufgaben:

  1. Das Unternehmen online auffindbar / sichtbar machen
  2. Expertise & Nutzen kommunizieren
  3. Vertrauen gewinnen
  4. Mehrwert bieten
  5. Leads & Kunden generieren

Beispiele fĂŒr Inbound Marketing

Wie bereits angedeutet ist guter Content fĂŒr eine Inbound Strategie unerlĂ€sslich. Und gibt es einen besseren Ort um herausragende Artikel zu veröffentlichen, als den eigenen Blog? Nein! Deshalb ist ein Unternehmensblog meist fester Bestandteil einer Content Marketing Strategie.

Denn wer regelmĂ€ĂŸig hilfreiche BeitrĂ€ge mit echtem Mehrwert publiziert, erhöht nicht nur seine organische (unbezahlte) Sichtbarkeit im Netz, sondern wird von den richtigen Menschen da gefunden, wo gesucht wird — nĂ€mlich bei Google.

Gleiches gilt selbstverstĂ€ndlich auch fĂŒr soziale Plattformen wie beispielsweise YouTube. Als zweitgrĂ¶ĂŸte Suchmaschine der Welt (nach Google) hast du hier die Möglichkeit von zahlreichen potenziellen Kunden gefunden zu werden und diese mit Hilfe von mehrwertigem Content von deinem Unternehmen zu ĂŒberzeugen.

Daher ist es sinnvoll zusÀtzlich Content Marketing in Videoform zu praktizieren, um nicht nur bei Google, sondern auch bei YouTube auffindbar zu sein und dort Menschen mit deinen Inhalten zu begeistern.

Die beliebtesten KanĂ€le fĂŒr Inbound Marketing:

  • Eigene Webseite / Blog
  • GastbeitrĂ€ge in fremden Blogs oder Magazinen
  • Social Media KanĂ€le (YouTube, Facebook, Instagram, LinkedIn, Xing
)

Die effektivsten Werkzeuge zur Leadgenerierung im Inbound Marketing:

  • Gratis E-Books
  • Checklisten
  • Ratgeber
  • Cheat-Sheets
  • Webinare
  • Trainingsvideos

Die 4 Komponenten im Inbound Marketing

Aber welche Faktoren entscheiden nun darĂŒber, ob meine Inbound Strategie ein durchschlagender Erfolg oder ein Schuss in den Ofen wird? Im Grunde genommen gibt es vier Komponenten, die einen maßgeblichen Einfluss auf die Performance deiner Inbound Marketing Strategie haben.

1. Content
Der Content ist der Dreh- und Angelpunkt deiner Inbound Strategie. Er ist dafĂŒr verantwortlich, ob du deine Webseitenbesucher ĂŒberzeugen kannst oder nicht.

2. SEO (Suchmaschinenoptimierung)
Die Suchmaschinenoptimierung sorgt dafĂŒr, dass dein Content sichtbar bei Google ist und leicht von deinen Kunden gefunden wird. Dort starten die meisten Kunden nĂ€mlich ihren Kaufprozess.

3. Social Media
Mit Hilfe von Social Media verbreitest du deinen Content auf natĂŒrliche Weise und verschaffst dir zusĂ€tzliche Reichweite. In dem Moment, wo Nutzer deine BeitrĂ€ge liken, kommentieren und teilen, werden noch mehr Menschen auf dein Unternehmen aufmerksam.

4. Leadgenerierung
Durch den strategischen Einsatz von hilfreichen Mini-Ratgebern wie z.B. E-Books, Trainingsvideos, Webinaren oder Checklisten, lieferst du potenziellen Kunden einen guten Grund zur ersten Kontaktaufnahme, ohne dabei aggressiv werben zu mĂŒssen.
Man arbeitet hier nach dem Prinzip der ReziprozitÀt (= der Tausch von einem Geschenk gegen Kontaktdaten).

Die Vorteile von Inbound Marketing

Der primĂ€re Vorteil vom Inbound Marketing ist, dass diese Marketingform nicht wie klassische Werbung wirkt. Das hat primĂ€r den Grund, weil man seinen Kunden echten Mehrwert in Form von hilfreichem Content liefert, anstatt mit nutzlosen Bannern oder Ă€hnlichem zu werben. 

Dadurch erhĂ€lt man zudem die Möglichkeit seine Expertise zu kommunizieren und sich als Experte zu etablieren. Angesichts dessen ist Inbound Marketing auch immer ein StĂŒck weit eine vertrauensbildende und imagefördernde Maßnahme.

Ein weiterer Vorteil ist, dass diese Marketing-Methode absolut organisch und damit extrem kosteneffizient ist. Die einzigen finanziellen AufwĂ€nde entstehen hier bei der Content-Erstellung und den damit verbundenen Personalkosten (fĂŒr eigene Mitarbeiter oder Freelancer).

Hinzu kommt, dass eine Inbound Marketing Strategie immer organisch und damit langfristig ausgerichtet ist, wodurch eine Inbound Kampagne dir nachhaltig qualifizierte Leads und Neukunden liefern wird, ohne dabei aufdringlich auf potenzielle Kunden zu wirken.

Was ist Outbound Marketing?

Beim Outbound Marketing fokussiert sich der Werbetreibende darauf Kunden fĂŒr das eigene Unternehmen zu finden. Dies erfolgt in der Regel mit Hilfe verschiedener Taktiken, wie z.B. Online Werbeanzeigen, Telefonakquise, Plakatwerbung oder Massen-Mails.

Das Konzept entspricht also dem klassischen “Push Marketing” — sprich die Markenbotschaft wird rausgebrĂŒllt und in Richtung des eigenen Marktes “gedrĂŒckt” — immer in der Hoffnung die richtigen Menschen zu erwischen. 

Allerdings verbindet man mit Outbound Maßnahmen daher auch hĂ€ufig Adjektive wie aufdringlich, laut, repetitiv und nervig — einfach weil klassische Werbemaßnahmen ĂŒberall dort vertreten sind, wo wir sie eigentlich nicht wollen.

Beispiele fĂŒr Outbound Marketing

Ein klassisches Beispiel fĂŒr Outbound Marketing, mit dem du dich höchstwahrscheinlich identifizieren kannst, sind Werbeanzeigen. WĂ€hrend frĂŒher meist Radio- oder Fernsehwerbung im Mittelpunkt der BemĂŒhungen standen, so setzen heute die meisten Unternehmen auf Online Ads, um die eigene Zielgruppe zu erreichen.

Diese findet man unter anderem auf Webseiten, in Shops, in Online Magazinen, in Apps oder immer stÀrker auch in sozialen Medien. Der Vorteil von Online Ads ist, dass man durch Ad-Networks wie das Google Display Netzwerk einen riesigen Pool an Menschen erreicht.

Beliebte Formen von Outbound Marketing:

  • Online Anzeigen (in Suchmaschinen, Social Media, Display Netzwerk, etc.)
  • Telefonakquise
  • Massen-Mails
  • Radiowerbung
  • Printwerbung

Nachteile von Outbound Marketing

Ich weiß – du erwartest jetzt, dass ich erstmal die Vorteile von Outbound Marketing aufliste, bevor wir zu den Nachteilen kommen. Allerdings muss ich dich enttĂ€uschen. Die Vorteile, die Outbound Marketing mit sich bringt, sind sehr ĂŒberschaubar (bis hin zu nicht existent).

TatsÀchlich sind die meisten Outbound Strategien und KanÀle mittlerweile obsolet. Vornehmlich sind hier Dinge wie Telefonakquise, Printwerbung im allgemeinen, sowie Radio- und Fernsehwerbung zu nennen.

Die einzigen Outbound Marketing KanĂ€le, die ich dir im digitalen Zeitalter wirklich empfehlen wĂŒrde, sind Anzeigen ĂŒber das Google Display Netzwerk oder ĂŒber Social Media Plattformen. Aber auch dort ist Vorsicht geboten.

Das grundsÀtzliche Problem beim Outbound Marketing

Nennen wir das Kind beim Namen. Die meisten Menschen hassen Werbung. Punkt.
Egal ob im Fernsehen, im Radio oder im Social Media Feed. Wir werden ĂŒberall dort mit Outbound Marketing konfrontiert, wo wir es absolut nicht wollen. 

Oder kennst du jemanden, der sich ĂŒber die zahlreichen Werbeanzeigen auf YouTube (vor, nach und wĂ€hrend dem Video) freut? Vermutlich nicht. Und genau aus dem Grund fĂŒhlen sich die meisten Menschen von Outbound Marketing auch genervt. 

Folglich entsteht bei dieser Werbeform schnell die Gefahr seine Zielgruppe zu vergraulen. Was meinst du wie jemand auf dein Unternehmen reagieren wird, wenn du ihn wochenlang auf YouTube oder Facebook mit Werbeanzeigen bombardierst? Vermutlich nicht positiv.

Outbound Marketing: Aggressive Werbung fĂŒhrt zu ImageschĂ€den

Klar – besonders Online Ads sind verlockend, um schnell Besucher zu generieren und um Menschen auf das eigene Unternehmen aufmerksam zu machen. Allerdings kann dieser Schuss auch schnell nach hinten losgehen und in ImageschĂ€den fĂŒr dein Online GeschĂ€ft resultieren. 

Allerdings gilt auch hier: Der Ton macht die Musik. GrundsĂ€tzlich sind Display Ads oder Facebook Anzeigen ein probates Mittel, um Markenbekanntheit zu generieren. Jedoch versuchen zu viele Unternehmen beim ersten Kundenkontakt direkt zu verkaufen — was nie eine gute Idee ist, egal ob im Inbound- oder Outbound Marketing.

Kostenvergleich von Inbound- vs. Outbound Marketing: Was ist effizienter? (ROI)

Die abschließende Frage ist jedoch: Wo ist dein Geld besser angelegt? 

Ehrlich gesagt schneidet das Inbound Marketing im direkten Kostenvergleich deutlich besser ab, was sich auch im ROI (Return on Invest) des eingesetzten Kapitals widerspiegelt.

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Der Grund dafĂŒr ist schlichtweg die Effizienz dieser Strategie. WĂ€hrend man als Unternehmen hierbei in Content und damit in nachhaltige Assets investiert, zahlt man beim Outbound Marketing fĂŒr Impressionen oder Klicks — also temporĂ€re Sichtbarkeit und Reichweite.

Infolgedessen ist eine Outbound Strategie auch immer nur eine kurzfristige Lösung. Schließlich bezahlst du Anzeigennetzwerke dafĂŒr, dass deine Werbung an bestimmte Zielgruppen ausgespielt wird. Sobald der Geldfluss stoppt, verschwindet deine gesamte Reichweite.

Inbound Kampagnen sind im Gegensatz dazu immer langfristig ausgerichtet. Kurz gesagt bedeutet das, dass die Besucherzahlen zwar nur langsam wachsen, dafĂŒr aber konstant und nachhaltig.

Folglich eignet sich Inbound Marketing nicht nur fĂŒr große bzw. finanzstarke Unternehmen, sondern genauso gut fĂŒr kleine Unternehmen oder Start-ups mit einem geringen Marketingbudget.

Der Weg zur erfolgreichen Inbound Marketing Strategie

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Fazit

Hand aufs Herz. Es ist das Jahr 2020 und die Digitalisierung wird nicht stoppen. Ganz im Gegenteil. Wer dennoch der Meinung ist, er mĂŒsste sein Marketingbudget in Mailings, Radiospots oder Telefonakquise investieren, dem ist schlicht und ergreifend nicht mehr zu helfen.

Angesichts der Tatsache, dass wir jeden Tag einer enormen ReizĂŒberflutung ausgesetzt sind — bedingt durch Werbung in allen Farben und Formen — stumpfen wir langsam aber sicher ab, wenn es um die klassische Form der Werbung, nĂ€mlich Outbound Marketing, geht.

Wenn du eine nachhaltige, effektive und vor allem wirtschaftliche Marketingstrategie fĂŒr dein Unternehmen planen möchtest, fĂŒhrt daher kein Weg an Content- bzw. Inbound Marketing herum.

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